Versorgungssicherheit
Wärme

Notfallorganisation

Gasversorgung in der Schweiz – Sicherheit auch in Krisenzeiten

Gas ist ein wichtiger Bestandteil unserer Energieversorgung. Damit im Winter auch bei Engpässen genügend Gas verfügbar ist, hat die Schweiz auf nationaler Ebene umfangreiche Massnahmen getroffen.

Dazu gehören Vorräte in unterirdischen Speichern im Ausland sowie kurzfristige Lieferoptionen aus Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Sollte es dennoch zu einer Mangellage kommen, hat der Bund weiterführende Massnahmen definiert.

Mögliche Massnahmen bei einer Gas-Mangellage

1. Sparappelle

Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen werden zum Energiesparen aufgerufen. Schon eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C kann bis zu 6-10 % Gas einsparen.

2. Umschaltung Zweistoffanlagen

Unternehmen mit entsprechenden Anlagen können auf Öl umstellen, um Gas zu sparen.

3. Einschränkungen und Verbote

Schrittweise für öffentliche und private Bereiche; z. B. Beschränkung der Heiztemperatur in öffentlichen Gebäuden/Büros, später Privathaushalten und Heizverbot für Schwimmbäder.

4. Kontingente für nicht geschützte Verbraucher

Industriegebäude, Bürogebäude, Sport- und Freizeitanlagen, Lagerhallen, Gewerbehäuser, Öffentliche und private Schulen, Verwaltungsgebäude (Gemeinde, Kanton, Bund), Restaurants, Hotels können bei Engpässen nur eine bestimmte Gasmenge beziehen.

Die Rolle des VSG

Der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) koordiniert die Gaswirtschaft und sorgt für eine stabile Versorgung. Ziele des Verbandes sind:

  • Schrittweise Umstellung auf erneuerbare Gase und Wasserstoff bis 2050
  • Reduzierung der Abhängigkeit von einzelnen Gaslieferanten
  • Planung und Vorbereitung auf mögliche Krisensituationen
  • Aufbau der Kriseninterventionsorganisation Gas (KIO Gas), die im Notfall Massnahmen umsetzt

Unsere Verantwortung in Wil

Die TBW setzen die nationalen Vorgaben konsequent um und sorgen dafür, dass die Gasversorgung für unsere Kundinnen und Kunden sicher und zuverlässig bleibt.

Wir unterstützen zudem die Nutzung erneuerbarer Energien wie Biogas, Fernwärme oder Photovoltaik, um die Abhängigkeit von Gas langfristig zu reduzieren. Ab 2035 planen die TBW, schrittweise aus der Gasversorgung auszusteigen und die Wärmeversorgung in Wil langfristig auf erneuerbare Energiequellen umzustellen.

Weitere nützliche Inhalte

Übersicht zur aktuellen Lage des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung BWL

Energie-Dashboard des Bundesamtes für Energie

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